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2010-02-15

Preisanstieg bei Sägerestholz setzt sich zum 1. Quartal 2010 fort

Versorgung für die Restholz verarbeitende Industrie weiterhin unsicher

Verglichen mit dem 4. Quartal 2009 haben sich die Lieferpreise für Sägerestholz in Deutschland im 1. Quartal 2010 weiter erhöht, mittlerweile das 4. Quartal in Folge. Insgesamt kann man von einer durchschnittlichen Preiserhöhung für alle Sägerestholz-Sortimente von ca. 30% sprechen.

Bei Lieferungen im 2. Quartal 2009 gab es nur geringfügige Preisaufschläge zu verzeichnen. Im 3. und 4. Quartal kam es jedoch zu Preiserhöhungen ähnlich wie zu Beginn dieses Jahres. Die Preiserhöhungen im 1. Quartal 2010 schwankten abhängig von Region und Sortiment zwischen 1 und 2 €/rm, wobei es in einzelnen Fällen auch Preisaufschläge von 2,50 €/rm gab. Die Preise für Hackschnitzel aus MDF und Zellstoff konnten stärker angehoben werden als für Sägespäne.

Diese Preissteigerungen begründen sowohl Anbieter als auch Hersteller mit einem unerwartet geringen Angebot bei einer weitgehend konstanten Nachfrage. Die mitteleuropäische Sägeindustrie reagierte mit ungewöhnlich lange dauernden Abstellmaßnahmen. Der Einschnitt ab Mitte Januar verlief zurückhaltend, hinzu kamen witterungsbedingte Einschränkungen.

"Demgegenüber hielt sich die Produktionstätigkeit der Holzwerkstoff- und der Zellstoffindustrie über den Jahreswechsel sowie in den ersten Januarwochen auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Lediglich Abnehmer aus der Pelletbranche hatten ihre Produktionen zum Ende des letzten Jahres aufgrund voller Lager zurückgenommen."

In diesem Zeitraum war die Restholzzufuhr überwiegend rückläufig. Restholzverbraucher aus Nord- und Ostdeutschland sorgten für einen weiteren Abbau der Bestände. Die Versorgungssicherheit einiger Unternehmen war auf wenige Arbeitstage beschränkt. Eine alternative Versorgung von Industrieholz war aufgrund mangelnden Einschlags in Kleinprivatwäldern kaum möglich. An Rundholzimporten aus dem Ostseeraum wurden nur wenige Unternehmen teilhaftig.

"Als Folge der weiteren Verknappung der Rohstoffversorgung sahen sich bereits erste Unternehmen aus der Holzwerkstoff- sowie der Pelletbranche dazu gezwungen, ihre Produktion aufgrund von Rohstoffmangel zurückzufahren oder zum Teil sogar gänzlich einzustellen."

Infolge der Versorgungsnot könnten weitere Restholz verarbeitende Unternehmen ihre Produktion abbauen oder gar einstellen. Eine Verbesserung der Situation für den Februar sehen Marktteilnehmer nicht. "Sollte die Pelletbranche ihre Produktionstätigkeit im Februar/März wie angekündigt wieder in stärkerem Umfang aufnehmen, wird sich der Wettbewerb auf den Restholzmärkten voraussichtlich noch weiter zuspitzen."

Um diese Bedarfslücken zu schließen, wurden MDF- und Zellstockhackschnitzel-Mengen aus dem Westen und Südwesten nach Ostdeutschland transportiert. Die Vermarktung von überschüssigem Restholz ging größtenteils auch in den Ferntransport.

"Nach den abermaligen Preisaufschlägen haben sich die Preise für Sägespäne in Südwestdeutschland im Schnitt bei 10,59-12,50 €/rm ab Werk eingependelt, Zum Teil gehen die Preise auch über 13 €/rm hinaus." In Teilen Baden-Württembergs und Bayerns rangieren die Sägespäne-Preise von 12 bis zu 13,50 €/rm. Im Bereich Zellstoff-/MDF-Hackschnitzel lassen sich Preise von 11-13 €/rm verzeichnen, wobei in Ostdeutschland ein erheblicher Nachfrageüberhang zu einem Preisauftrieb von bis zu 13,50 €/rm geführt hat.

Text-ID: 20100215-03

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